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VirtualBox für Linux: Virtuelle Maschine im Hintergrund automatisch starten und stoppen

Wir haben auf einem Linux-Server eine Windows VM mit VirtualBox laufen, die mit dem Linux-System im Hintergrund starten und stoppen soll. Der Zugriff auf die Oberfläche erfolgt mittels Microsoft Remotedesktop; dieser wurde bereits unter Windows eingerichtet.

Hierzu gibt es unter VirtualBox keine Bordmittel, es ist aber sehr leicht mit einem Systemdienst unter /etc/init.d zu realisieren.

Wir erstellen ein Skript unter /etc/init.d

sudo nano /etc/init.d/BeispielVM

mit folgendem Inhalt:

#!/bin/sh
#/etc/init.d/BeispielVM
#

#Edit these variables!
VMUSER=plustech
VMNAME="BeispielVM"

case "$1" in
start)
echo "Starting VirtualBox VM…"
sudo -H -b -u $VMUSER /usr/bin/VBoxManage startvm "$VMNAME" –type headless
;;
stop)
echo "Saving state of Virtualbox VM…"
sudo -H -u $VMUSER /usr/bin/VBoxManage controlvm "$VMNAME" savestate
;;
*)
echo "Usage: /etc/init.d/BeispielVM {start|stop}"
exit 1
;;
esac

exit 0

Im ersten Ansatz müssen der Benutzername (hier plustech) und der Name der Virtuellen Maschine (hier BeispielVM)angepasst werden.

Nun wird das Script noch ausführbar gemacht, mit dem Kommando

sudo chmod +x /etc/init.d/BeispielVM

Der Dienst kann nun mit /etc/init.d/BeispielVM start gestartet und mit /etc/init.d/BeispielVM stop gestoppt werden. Möchte man den Start und das Herunterfahren automatisieren, genügt das Kommando

sudo update-rc.d BeispielVM defaults 99 01

Damit wird der Dienst BeispielVM in die Runlevels eingetragen, die Zahlen 99 und 01 bewirken dass der Dienst als letzter gestartet und als erster gestoppt wird.

Bei Fragen hierzu bitte einfach in den Kommentaren schreiben, wir antworten schnell und sind an Alternativen und Anregungen immer interessiert!

Published inTechTalk

3 Comments

  1. Wie sind denn allgemein die Erfahrungen mit VirtualBox unter Linux?

    Ich arbeite fast ausschließlich mit Linux und habe nur zu Testzwecken den VMWare-Player mit Windows laufen.

    Auf dem Webserver arbeite ich bisher mit OpenVZ, das wird aber in Wheezy nicht mehr nativ unterstützt. Ich gedenke dafür LXC einzusetzen, kenne aber niemanden, der es aktiv im Einsatz hat.

  2. Virtualbox läuft prima unter Linux, v.A. auch im Serverbetrieb (nur über die Kommandozeile / vboxmanage verwaltet)

  3. Danke für den Hinweis, aber mein Interesse gilt vorrangig LXC.

    Soweit ich das verstanden habe, fressen die "echten" Virtualisierungslösungen wie Virtual Box sehr viel mehr Ressourcen als die "halben" wie OpenVZ oder eben LXC.

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